Freitag, 17. Mai 2013

Urlaub, Sommer ... und nichts anzuziehen

Urlaub...
... ist ja etwas Schönes. Nach dem ganzen Problemen und dem Stress der letzten Monate bin ich einfach mal für eine Woche abgetaucht.
Eine ganze Woche ohne Internet, Smartphone, Notebook und die ganzen digitalen Radaumacher, ohne die wir heute nicht leben können.

Freizeit...
... ist ja auch Zeit um über viele Dinge nachzudenken, die im Alltag einfach so untergehen.
Einfach mal bei (nun endlich) schönem Wetter in ein Café setzen, den Menschen beim vorüber Flanieren oder auch Vorbeihasten zuzusehen - das ist gar nicht so einfach.

Schmerzen...
... bekomme ich dann, wenn wieder eine Frau in besonders schöner Kleidung oder mit einem lebensfrohen Lachen an mir vorbeigeht, denn dann wird mir wieder mit voller Wucht bewusst, was ich bin und wie weit ich noch von meinem Ziel entfernt bin.
Ich habe das Gefühl, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird und möchte mich dann am liebsten in meiner Wohnung verkriechen.
Aber dann denke ich an die kleinen Dinge, die ich schon erreicht habe und meine Laune bessert sich wieder - außerdem geht es mir nun auch gesundheitlich wieder besser und ich kann endlich wieder einige Dinge anpacken.

Stur...
... wie ein Ochse, Esel und dazu noch eine Kuh muss man als Trans-Frau sein (natürlich nur in bestimmten Dingen).
Am Mittwoch hatte ich nun meinen 5. IPL-Termin bei Petra in Ansbach und auch wenn ich noch recht stoppelig daherkomme, sind es wieder ein paar weniger Haare und ich habe das gute Gefühl meinem Ziel wieder ein kleines Stück näher zu kommen.

Sommer...
... ist ja etwas wunderbares. Nur leider habe ich nun wirklich mein erstes ernsthaftes Frauenproblem! Ich hab nichts anzuziehen! Letztes Jahr war ich wohl noch ein ganzes Stück schwerer und korpulenter und obwohl ich noch keine Hormone nehme, hab ich wegen Krankheit und bewussterer Ernährung wohl ganz schön an Gewicht verloren (gut - es könnte ruhig etwas mehr sein).

Jeans ok - aber ich brauche noch etwas alltagstaugliches obenrum.
Deshalb schlendere ich jetzt oft durch unsere Fußgängerzone und achte intensiv darauf, was die anderen Frauen derzeit so tragen und ob mir was davon stehen würde.

Kataloge und Frauenzeitschriften mit den ganzen Bio-Schönheiten helfen mir da einfach nicht weiter und eine Stilberatung für Transgender habe ich noch nirgends gefunden.
Das wäre doch mal eine Marktlücke - genau wie ein TG/TS-Friseur, weil auch die Frisurentipps aus den Zeitschriften für uns anfangs wenig passend sind.

So, mein Kaffee (und das Stück Kuchen ühüm...) sind alle und ich habe immer noch nichts anzuziehen für den Trans-Ident e.V. Gruppentreff nächste Woche in Ansbach (Petra hält dort übrigens einen Vortrag über IPL). Deshalb muss ich jetzt ganz fix los und ein, zwei, drei ... Oberteile kaufen.

PS:
So viele Leser(innen) und einige Kommentare - freut mich, hoffentlich schreibe ich nicht so langweilig, aber bei mir geht es eben noch nicht so richtig los.
Aber ich bin stur.


Samstag, 27. April 2013

Alltag - nicht immer schön, aber alles wird gut.

Manchmal...
... habe ich einfach zu wenig Zeit, oder vielleicht auch zu viel um die Ohren, um Nachzudenken, meine Gedanken zu sammeln und hier etwas sinnvolles zu schreiben.
Deshalb gab es leider in den letzten Wochen keinen Post und weil ich ab nächster Woche viel unterwegs bin, wird es wohl auch bis zum nächsten noch ein wenig dauern.

Hindernisse
Da mich momentan so etwas wie eine Dauer-Erkältung plagt, versuche ich meine Arbeit und die täglich anfallenden Pflichten zu erfüllen, dann geht's meistens ab ins Bett und Ausruhen.
Hoffentlich wird es bald wärmer und mein gesundheitlicher Zustand bessert sich.
Auch die anstehenden Reisen verhindern Termine für IPL, Hausarzt oder Psychologen, so dass ich wieder warten muss - das frustriert.

Wirrnisse
Nach längerer Zeit war ich mal wieder geschäftlich quer durch Deutschland unterwegs.
Früher hat mir das immer unheimlich Spaß gemacht, aber seit ich mir selbst eingestanden habe, dass ich "Trans" bin, empfinde ich das jetzt teilweise als eine lästige Pflicht.

Warum ist das so? Während ich im normalen Alltag in dezenter Frauenkleidung unterwegs bin, meine Haare wachsen lasse und meine Nägel nun auch schon eine ordentliche Länge haben, muss ich mich auf diesen Reisen in einen Vollblut-Mann zurückstutzen.
Hemden, Anzug, kein Schmuck nur eine Männeruhr, Krawatte - das ganze Programm.

Mich verwirrt nun dabei, dass ich mich noch vor einigen Monaten in Frauenkleidung wie ein verkleideter Mann gefühlt habe. Wenn ich nun verreise, komme ich mir in den Männersachen jetzt wie eine als Mann verkleidete Frau vor. Das bringt mich durcheinander und ärgert mich auch.

Pläne
Sobald ich das Gröbste hinter mir habe, und wieder etwas Ruhe in meinen Alltag eingekehrt ist, will ich unbedingt wieder zu Gruppentreffs, Stammtischen und zur IPL (da hab ich ja Dank Petra zum Glück schon einen Termin). Dann steht mein Hausarzt auf dem Programm.
In Vorbereitung auf den ersten Besuch beim Psychologen fange ich auch langsam mit meinem TS-Lebenslauf an, aber dazu gibt es wohl mal ein separates Posting.

Frisur und Haare
Das ist wirklich ein Reizthema für mich. Ich hege und pflege und sie wachsen auch - langsam zwar, aber stetig. Nun hat man als "Mann" leider anscheinend leider nicht die Freiheit, seine Haare länger zu tragen.

Sobald sie nicht mehr rappelkurz sind, fragen einen Freunde, Bekannte und Kollegen, ob man nicht mal wieder zum Friseur gehen möchte und man wird als "langhaariger Bombenleger" tituliert.
Männer färben ja auch ihre Haare nicht, wie uns die Werbung erklärt - sie "tunen".

Als ich mir vor einigen Tagen zum ersten Mal im Leben die Haare "getunt" habe, beschlich mich das Gefühl, wohl langsam alt zu werden. Nachdem ich aber etwas darüber nachgedacht hatte, fiel mir ein, dass sich Frauen schon als Twens oder vorher die Haare färben und schon fühlte ich mich wieder jung.

Wobei ich sagen muss, dass dieses "Tuning" so zart ausfällt, dass ich es am liebsten mal mit einem Färbemittel für Frauen in meinem Naturton probieren möchte.
Aber da ich das noch nie gemacht habe, hab ich Sorge, dass ich danach irgendwie verfärbt, Orange oder sonst wie aussehe, dass kann ich noch nicht gebrauchen.

Aber jetzt geht's erst mal weiter im Reisestress - und danach wird alles gut...

PS:
Obwohl ich in letzter Zeit wenig geschrieben habe, steigen meine Besucherzahlen von Tag zu Tag. Das freut mich natürlich. Ich hab sogar schon einen Kommentar bekommen (von Nina) - auch darüber hab ich mich gefreut.


Samstag, 6. April 2013

Transfrau - habe ich ein Leben?

Finsteres Loch
Seit nunmehr fast zwei Wochen bin ich ziemlich erkältet. Die blöde Erkältung schränkt meine alltäglichen Tätigkeiten genauso ein wie meine Planung für meine weitere Entwicklung.
Trotzdem war ich bisher größtenteils optimistisch und hatte normale bis gute Laune.

Gestern habe ich in einem Forum allerdings einen Beitrag gelesen, der meine ganze über die vergangenen Monate mühsam gesammelte Einstellung mächtig durcheinander gewirbelt hat.
Es war nur einige Wörter - ein paar wenige Zeilen, aber sie waren genau so brisant wie Sprengstoff.

Heute wollte ich eigentlich zum Trans-Ident-Stammtisch, darauf hatte ich mich schon die ganze Woche gefreut, aber die Erkältung hat mir wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Deshalb sitze ich ja auch an einem Samstag Abend bei einer Tasse Tee vor meinem Notebook und schreibe meine Gedanken in diesem Blog nieder.

Seit ich Ende letzten Jahres über mich nachgedacht habe, bin ich psychisch nicht mehr in ein finsteres Loch gefallen. Aber heute war ich wirklich nah dran.

Existenz
Ich war ja bisher weder beim Hausarzt noch beim Psychologen. Deshalb gibt es ja auch noch keine ärztliche Diagnose und demzufolge auch keine Hormone.

Um aber trotz meiner Erkältung wenigstens ein kleines bisschen voran zu kommen, habe ich mir Gedanken über meinen TS-Lebenslauf gemacht. Irgendwann brauche ich den ohnehin und ob ich jetzt oder später über mein früheres Leben schreibe ist wohl egal.

Bevor man einen Lebenslauf schreibt, macht man sich natürlich zuerst Gedanken.
Dabei ist mir aufgefallen, dass wenn ich mein Leben unter dem Trans-Gesichtspunkt betrachte, viele kleine Mosaiksteinchen zuerst auftauchen, dann an die richtige Stelle rücken und dann seltsamerweise fugendicht zusammenpassen.

Transsexuell bin ich wohl schon lange, dass war keine neue Erkenntnis - neu war allerdings, dass ich dachte, ich hätte nur mein gesamtes Umfeld getäuscht und daher gibt es niemand, aber auch wirklich niemand der mich kennt.
Aber wegen meiner Erziehung und Sozialisierung habe ich auch mich selbst jahrelang getäuscht.
So dass ich heute nicht mehr weiß, wer ich eigentlich bin. Sehr viele wichtige Entscheidungen meines Lebens habe ich nur getroffen, weil ich einfach nicht ich selbst sein durfte oder wollte.

Das hat dazu geführt, dass ich nun zwar existiere, arbeite und brav meine Steuern zahle - aber kein Leben habe.
Als Mann hatte ich wirklich fast alle Möglichkeiten, Frau, Liebe, Geld, Haus - alles hätte ich haben können - als Mann. Aber ich kann dieses Leben nicht führen. Ich ließ mich nie festlegen, weil sich einfach alles falsch anfühlte - seltsam unpassend.

"Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung." Diese Weisheit ist so einfach - wird so oft wiederholt, dass es langsam ziemlich abgedroschen klingt. Aber es stimmt!
Seit ich dabei bin mich selbst zu erkennen, entdecke ich logische, aber auch unschöne Dinge - trotzdem fühle ich, dass ich nicht anders kann.

Fazit
Das alles ist nicht schön - und ich mache das beileibe nicht zum Spaß.
Deshalb möchte ich alle Menschen die nicht "Trans" sind um Toleranz und Verständnis bitten.
"Seid froh, dass ihr diesen Weg nicht gehen müsst - wir haben es bereits schwer genug."

Heute mal ein nachdenklicher, grauer Post - aber alles wird gut.

Samstag, 30. März 2013

Neue Schuhe und Haare die 413.

So langsam wird es eng...
...in meinem Schuhschrank. Aber jetzt wo ich mir endlich die Schuhe kaufen kann, die mir gefallen, muss der Schuhschrank eben einiges aushalten.

Nach einiger Suche hab ich mir ganz tolle Schuhe mit Keilabsatz im Internet bestellt und sie wurden sogar noch vor Ostern geliefert. Damit kann ich sie in den freien Tagen einlaufen.

Vom Dunkel ins Licht
Nachdem ich gestern Abend einen kleinen Spaziergang gemacht habe - es war schon dämmerig.
Bin ich heute erstmals bei hellem Tageslicht in den neuen Schuhen einkaufen gegangen.

Das ist wirklich ein total komisches Gefühl - ich hatte dachte ständig, dass alle nur auf meine Schuhe gucken. Vorn Vorne sind sie ja mit Bootcut-Jeans relativ unauffällig, aber von hinten, beim Treppensteigen oder Sitzen bestehen sie praktisch nur aus Absatz.
Die Krönung war natürlich das Postamt, weil alle Menschen der Warteschlange wegen der Sicherheitszone ausgiebig Zeit hatten, meine Absätze zu bewundern... Ups!

Es reicht noch nicht
Obwohl ich mich wirklich darüber gefreut habe, dass ich mich mal getraut habe. Kann von Passing wohl keine Rede sein. Da muss ich wirklich noch an mir arbeiten - und ohne Outing und Hormone hab ich wirklich kein gutes Gefühl, weil ich wahrscheinlich in dem Zwischenstadium mehr auffalle, als wenn ich gleich geschminkt mit Perücke und weniger dezent gehe.

Aua und gemischte Gefühle
Also haftet meinem kleinen Erfolg doch ein leichter Beigeschmack an.
Außerdem sind Absätze wirklich anstrengend, meine Füße, Waden und Knie brauchen doch tatsächlich schon nach zwei Stunden Erholung.
Deshalb hab ich für den Stadtbummel bei schönem Wetter meine Vagabonds aus dem Schrank geholt.
Weil Männerschuhe müssen ohne zwingenden Grund wirklich nicht mehr sein.

Haare die 413.
Es ist wirklich ein leidiges Thema. Dort wo ich sie möchte stehen oder hängen sie nur so rum und an anderen Körperstellen muss ich viel Geld und Zeit investieren, um sie endlich loszuwerden.
Neben diversen Koffein-Shampoos probiere ich jetzt mal eine zeitlich begrenzte Kur von Inneov.
Vielleicht hilft es ja - ich halte euch auf dem Laufenden.

Donnerstag, 28. März 2013

Jeans - Der Unterschied

So, mein erster Post, den ich mit dem Smartphone schreibe. Mal abgesehen davon, dass ich mir meine Fingernägel abbrechen, gibt es leider auch keinerlei Möglichkeiten zur Textformatierung bei der App.

Nachdem ich mir schon einige Damen-Jeans online bestellt hatte, aber mit keiner wirklich zufrieden war, hab ich mich endlich getraut und mir eine im Laden gekauft.

Als Mann bin ich ja immer in den Laden reinmarschiert. Marke wie immer, Größe wie immer. Keine Zeit mit Anprobe verschwenden, Zahlen, fertig raus. Thema erledigt.

Warum Frauen immer so ein Drama um ihre Jeans machen konnte ich bis heute nie nachvollziehen.
Aber jetzt weiß ich warum!

Gut ausgesuchte Damen-Jeans sitzen wunderbar und fühlen sich noch besser an.
Ich bin vollauf begeistert.
Ab heute trage ich nur noch solche Jeans...

Sonntag, 24. März 2013

Ein Verein nach über 20 Jahren

Wieder Vereinsmitglied
Nach über 20 Jahren ohne irgendwelche Mitgliedschaften bin ich nun wieder einem Verein beigetreten.
Auf meinem Lebensweg war ich Mitglied in verschiedenen Vereinen - meist Kampfsportvereine, weil ich keine Mannschaftssportarten mag und auch aus den unzähligen Versuchen heraus "mich selbst zu heilen".

Beim letzten Treffen der Ansbacher Gruppe bin ich also nun dem Trans-Ident e.V. beigetreten.
Wie es nun mal meine Art ist, geschah dies noch spontan, sondern nach reiflicher Überlegung.
Zuerst dachte ich nicht über eine Mitgliedschaft, sondern über den Verein selbst nach.
Auch nach seiner Gründung sind die Gruppenteilnehmer uneins darüber, ob es wirklich notwendig war einen Verein zu gründen, oder ob eine Selbsthilfegruppe nicht auch genügt hätte.

Ein Verein ist ein Verein
Nachdem ich einige Zeit nachgedacht hatte, und obwohl ich noch nicht genau weiß, wohin mich dieser Weg führt war ich von Anfang an für einen Verein.
Nicht wegen Geldmitteln oder Spenden, sondern wegen der Sache an sich.
Es ist wohl unbestritten, dass die Deutschen seit jeher Vereinsmeier sind. Es gibt Vereine für alle möglichen und unmöglichen Interessengruppen.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass es einen Verein für transidente, transsexuelle, Transgender usw. gibt. Die Menschen sehen, dass wir ganz normale Menschen sind, die sich eben wie viele anderen in einem Verein organisieren.
Eine Selbsthilfegruppe mag für uns vielleicht genau die gleichen Zwecke erfüllen. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung wird ein Verein doch anders gesehen als eine Selbsthilfegruppe.

Dabei sein ist alles?
Jede(r) von uns kommt und kam mit seinen ganz persönlichen Bedürfnissen und (Vor) Geschichte zu dieser Selbsthilfegruppe Trans ist schließlich kein Hobby, dass Gleichgesinnte so einfach im Verein gemeinsam pflegen und ausüben.
Darum versuche ich nun ganz auf meine eigene Art mit dem Verein oder der Gruppe umzugehen.
Den Gründungsmitgliedern danke ich natürlich für das Engagement und die unermüdliche Energie, die bereits jetzt schon deutlich sichtbar ist.

Wie geht es weiter?
Diese Woche werde ich wohl aus beruflichen Gründen wieder mal nicht in die Nürnberger Gruppe kommen können, obwohl diese Treffen für mich so wichtig sind.
Bei den Treffen tanke ich jedes mal, teils unbewusst eine Menge Energie, die mir bestimmt fehlen wird.
Deshalb starte ich schon mit einem unguten Gefühl in diese Woche.

Nach der krankheitsbedingten Zwangspause brauche ich nämlich dringend Erfolgserlebnisse und positive Impulse.
Na, mal sehen, was die nächsten Tage bringen.

Samstag, 23. März 2013

Krimskrams im März

So, heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder einen Post von mir.
In den letzten Wochen hatte ich nämlich mit einer schweren Erkältung zu kämpfen, die leider immer noch nicht ganz verschwunden ist. Aber zumindest kann ich meinen geliebten Kaffee schon wieder genießen.

Haarfrei die Dritte
Kurz nach meinem letzten Post hatte ich meinen dritten IPL-Termin bei Petra von hairfree.
Obwohl es die beiden letzten Male doch etwas geziept hatte, wollte ich nun wie von Petra geraten eine Stufe höher gehen. Es war dann auch gar nicht so schlimm und ich bin auch diesmal wieder ohne Rötungen oder ähnliches davongekommen.

Langsam aber sicher wird mein Bart nun anscheinend deutlich weniger.
Ich muss mich zwar noch jeden Tag rasieren, weil auch noch viele dunkle Haare dabei sind, aber im Vergleich zu vorher hat sich wirklich viel getan. Einen Termin für die nächste Behandlung habe ich natürlich auch schon.

Gruppentreff Ansbach
Im Terminkalender von Trans-Ident e.V. hatte die Ansbacher Gruppe wirklich ein interessantes Thema eingetragen. Nina wollte einen Vortrag über ihren bisherigen Weg halten und hatte das Thema vorbereitet.

Da ich mich in Ansbach ja noch nicht so gut auskenne, dauerte es etwas, bis ich das KISS Ansbach bei eisigem Wetter gefunden hatte.
Ich muss wirklich sagen, dass die Räumlichkeiten in Ansbach kein Vergleich zum Schulhaus-Charakter in Nürnberg sind.
Das sollte ja eigentlich keine große Rolle spielen - tut es aber irgendwie doch.

Im Nachbarschaftshaus Gostenhof komme ich mir oft wie in einem Besprechungsraum eines Unternehmens vor. Unterschwellig befinde ich mich also in einem weiteren Meeting und die karge Einrichtung trägt nicht unbedingt dazu bei sich zu öffnen und etwas von sich zu erzählen.

Der Raum in Ansbach ist mit Stuhlkreis, einer Besprechungsecke, warmen Farben und etwas Deko um ein Vielfaches wärmer und beeinflusst die Gedanken doch positiver als der Raum in Nürnberg.

Der Abend war dann auch wieder überaus interessant und Nina und die anderen Vortragenden brachten wirklich gut gemachte Beiträge (sogar mit Musik).
Ich war wieder eine derjenigen, die sehr wenig geredet haben. Aber nach Jahren des Versteckens habe ich mich wohl wie eine Miesmuschel verschlossen - und ich kann mich wohl einfach nicht mehr so schnell öffnen. Auch erschöpfen mich die Treffen mental vollkommen, aber auf eine angenehme Weise. Endlich könnte ich mich öffnen - daran muss ich mich erst noch gewöhnen.

Nina, ihre Mutter und Carla haben sogar Kaffee und Kuchen mitgebracht - der Kuchen war wirklich eine Versuchung und ich musste ihn unbedingt probieren, da ich nun endlich in Größe 42 passe hab' ich mir doch eine kleine Belohnung verdient oder? jetzt steht über dem Ziel die 40.

Erkältung
Danach kam wieder mal eine fiese Erkältung, die mich schon ziemlich gebremst hat.
Deshalb bin ich auch leicht frustriert. Perücke, Psychologentermin - alles auf Eis bis ich wieder fit bin.

Nina Radtke
In der Zeit hat mir ein wenig das Blog von Nina Radtke geholfen.
Die noch junge Frau geht ihre Probleme wirklich mit einer fast schon unbändigen Energie an.
Ein Zehntel ihres Selbstbewusstseins würde mir wahrscheinlich schon reichen.
Allerdings war ich in dem Alter wahrscheinlich auch noch lockerer und hatte noch nicht so viele Verstrickungen und Verpflichtungen wie heute.
Trotzdem: Ganz toll!

Grün
Wie so oft schreibe ich mal wieder aus dem Starbucks am Josephsplatz.
Weil ich jetzt "Grün-Kundin" bin (sagt zumindest die nette Mail) bekomme ich jetzt zu meinem "Coffee Venti" ein kostenloses "Refill".
Hach! ich liebe es einfach Anglizismen aneinander zu reihen.

Das probier ich doch jetzt gleich mal aus...