Posts mit dem Label Shopping werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Shopping werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 1. April 2017

Erster Frühling

Der Frühling ist da und Nürnberg platzt aus allen Nähten.
Alle wollen nach den Wintermonaten einfach nur raus an die frische Luft.

Diese Woche konnte ich nun meinen neuen Personalausweis und meinen neuen Reisepass abholen.
Somit geht nun auch mein Ergänzungsausweis in Rente und in meine Transitionsgeschichte ein.
Er gab mir immer ein Gefühl der Sicherheit, obwohl ich ihn glücklicherweise niemals benutzen musste.
Ob mein Passing so gut, oder vielleicht auch so schlecht war, dass er im Geldbeutel bleiben durfte, bleibt wohl für immer ein Geheimnis.

Durch IT werden Prozesse einfacher und transparenter...
...oder auch gerade deshalb nicht. Auf meinem Kampf durch Firmen und Behörden ist es oft (trotz neuem Ausweis) vollkommen unmöglich bestehende Accounts, Konten, Fahrausweise, Kundenkarten oder Dokumente zu ändern, weil das in der IT nicht vorgesehen ist.

Dabei ist es mir (und auch dem §5 Abs.1 TSG) vollkommen egal, was sich ein Programmierer irgendwann mal gedacht hat, oder was er meinte vorsehen zu müssen. Geltende Gesetze müssen schon aus Gründen der Compliance eingehalten werden und sich an Gesetze zu halten, ist keine optionale Möglichkeit, sondern ein Muss.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen
Änderungen durchzuprügeln ist langwierig und zeitraubend - ein Zeichen dafür, dass viele Unternehmen noch in der digitalen Steinzeit leben und keinen Durchgriff bei ihren Geschäftsprozessen mehr haben.
Leider habe ich aus Eigentinteresse nicht die Möglichkeit alle Unzulänglichkeiten auf sich beruhen zu lassen und ich will es auch gar nicht. Wir schreiben 2017, stehen an der Schwelle zur Digitalisierung und nicht mehr 1970. Also immer weiter machen und auch mal unbequem sein.

Nach Nemberch nei
Da es mein erster Frühling als "Vollzeit-Frau" ist, habe ich natürlich nichts anzuziehen.
Deshalb muss ich mich an meinem freien Samstag durch die Nürnberger Innenstadt quälen, wo ich auf Horden von Japanern, Amerikanern, Oberpfälzern und Oberbayern treffe, die "a amoi in'd Stodt eini gfohrn san." und am frühen Nachmittag schon ordentlich Bier getrunken haben.

Zu allem Unglück hat auch noch eines meiner Lieblingscafés wegen Pächterwechsel geschlossen und ich sitze nun etwas verloren in einem Bistro voller betrunkener "Bayerla". Das halte ich nicht sehr lange aus, weswegen heute auch nach einnem Kaffee Schluss ist.

Geniesst das schöne Wetter (vielleicht an einem ruhigen Ort)

Liebe Grüße

Birgit


Dienstag, 28. Juni 2016

Eine neue Tasche und neue Erfahrungen

Öfter mal was Neues...
Ich kaufe ja bekanntlich gerne ein. Am liebsten "in der Stadt".
Ich liebe es durch die Altstadt zu schlendern, in die Schaufenster zu gucken und nach erfolgreicher Shopping-Tour irgendwo einzukehren und einen Kaffee zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen.

Das kann Online-Shopping leider nicht bieten.
Leider ist es aber manchmal so, dass ich das Objekt meiner Begierde einfach nicht finden kann.
Schuhe, Schmuck und Taschen haben es mir ja besonders angetan.
Aber: Ich muss das Teil sehen und lieben - wenn dann auch noch der Preis passt, dann kaufe ich es (ich hasse es übrigens nach dem Preis zu fragen, weil kein Preisschild dran ist).

Weil in meiner Transition jetzt neben dem psychischen Teil auch langsam der physische beginnt, brauche ich auch langsam neben neuen Outfits auch einige Accessoires. Beim Trip von Arzt, Logopädin über Kosmetikern zum Friseur brauche ich eine neue, geräumige Tasche, in der auch mal einige (wichtige) Unterlagen knitterfrei transportiert werden können.

Vor einiger Zeit habe ich mir eine faltbare Tote-Bag gekauft. Sie ist praktisch, aber auch labberig. Von der Form war ich aber überzeugt. Deshalb wollte ich etwas ähnliches in einer besseren Qualität und in einem besseren Material (Leder).

Aber leider hat mich auf meiner langen Tour durch die Innenstadt keine Tasche "angelacht".
Also ab zu Amazon. Nach kurzer Zeit hatte ich meine neue Tasche gefunden, obwohl ich danach noch mindestens zweihundert andere angesehen habe, blieb ich doch bei dem Modell.

Outing hat Vorteile...
Weil ich im Büro schon geoutet bin, kann ich jetzt auch über meine Handtaschen-Probleme sprechen.
Zum Glück konnten meine drei Kolleginnen und ich das Problem der Farbwahl gemeinsam im Team lösen und die drei waren sich einig, dass Schwarz einfach am edelsten aussieht.
Vorher gaben sie mir natürlich noch Tipps, ob die Tasche auch alltagstauglich ist. Ist doch toll, wenn einem geholfen wird, falls einem noch die Erfahrung fehlt.

Da ist nun mein schwarzer Damen-Shopper, den ich auch als Schultertasche tragen kann.

Outing dauert...
Wenn ich dieses Starbucks (nicht mein Lieblings-Starbucks) verlasse, folgt eines meiner letzten Outings im privaten Umfeld. Den Freund und Kollegen kenne ich nun seit 25 Jahren und ich bin dementsprechend aufgeregt. Egal wie oft, aber bei den Menschen, die einem sehr wichtig sind ist es immer wieder ein schwieriger Moment. Hoffentlich geht alles gut.

Outing ist spannend...
...weil ich mich nicht mehr verstecken muss und es für mich und für meine Freunde ein komplett neues Erlebnis ist miteinander zu sprechen und wegzugehen. Richtig leben in der neuen Rolle kann man in der Wohnung oder beim einem Abend bei einer Selbsthilfegruppe nicht erleben.
Die Interaktion mit Menschen und das Einfinden in einem sozialen Gefüge sind komplett neu. Zum Glück habe ich gute Freunde und wir durchleben diesen Prozess gemeinsam, finden und erfinden uns neu.

Gesundheitsmarkt
Der Verein Trans-Ident e.V war am letzten Samstag mit einem Stand am Gesundheitsmarkt in Nürnberg vertreten. Eine gute Freundin hat die Gelegenheit genutzt, neue Menschen kennenzulernen und Fragen zu stellen. Für sie war es eine neue Erfahrung und sie war sehr angetan.
Das Glücksrad mit den vielen Fragen zur Transidentität hat mir sehr gut gefallen - eine gute Idee!

Die Stimme...
... kann der Feind einer Transfrau sein. Damit sie das nicht bleibt, habe ich Logopädie verschrieben bekommen. Morgen habe ich meinen ersten Termin und ich bin schon sehr gespannt, ob sich aus meiner Männerstimme etwas machen lässt. Über meine Erfahrungen blogge ich natürlich.

Danke
Manche Dinge müssen einfach mal raus.
In den letzten Monaten habe ich soviel Verständnis und Hilfe von so vielen Menschen erhalten, dass ich mich auch hier mal einfach dafür bedanken möchte.
Danke, dass es euch gibt.

Birgit

Sonntag, 27. März 2016

Ostermarkt

Nürnberger Ostermarkt
Jedes Jahr wird auf dem Nürnberger Hauptmarkt eine Vielzahl von Buden aufgestellt, in denen Händler Dinge des täglichen Bedarfs, Schmuck oder einfach nur Krimskrams anbieten.
Obwohl das Wetter heute nicht so schön ist, hab ich mich doch aufgehübscht und bin mit der U-Bahn in die Stadt gefahren, um über den Hauptmarkt zu schlendern.

Ich wollte heute einfach nicht daheim rumsitzen, sondern raus und am Leben teilhaben.
Die Osterfeiertage passen mir ja wirklich gut in den Kram, um einfach mal eine zeitlang am Stück als Frau zu leben. So eine Art von Alltagstest im teilgeouteten Zustand sozusagen.
Da rächt es sich wieder, dass ich das letzte Outing verschoben habe... Jetzt bin ich allein unterwegs, weil ich mich nicht wieder als Mann verkleiden will.
Aber an dem besagten Tag war weder die richtige Stimmung, noch der richtige Zeitpunkt.

Taschentick
Wieder zurück zum Ostermarkt.
Die Stände sind wirklich sehr interessant und ich war wirklich froh, dass ich ich extra wenig Bargeld eingesteckt hatte, um nicht glich wieder in einen Kaufrausch zu verfallen.
Die Stände mit den Lederwaren konnte ich kaum wieder verlassen, weil sie sooo tolle Handtaschen hatten. Ich habe auf Anhieb eine braune, eine grüne und eine schwarze Tasche gefunden.
Vielleicht ist der Markt ja auch am Ostermontag noch geöffnet - dann nehme ich mehr Geld mit :o)

Wo ist dieses Ostern?
Neben all dem österlichen Kommerz waren die Kirchen doch ziemlich still.
Auch an den Ständen wirkte es irgendwie mehr wie ein Wochenmarkt als ein Ostermarkt.
Das finde ich nun schon doch etwas schade, weil ich zwar gern shoppe, aber auch Christin bin und mir Ostern deshalb nicht vollkommen egal ist.

Nach Ostern, muss ich wieder in meine andere Rolle zurückwechseln.
Ich vermute, genau so fühlt sich ein Strafgefangener nach dem Freigang, wenn er wieder in die JVA zurückkehren muss.

Aber ich bin optimistisch, dass diese Zeit auch vorübergehen wird.
Alles wird gut.

Frohe Ostern und alles Liebe.

Birgit


Samstag, 19. März 2016

Stadtbummel mit Klack und Outing mit Hindernissen

Pandora
Wer meinen letzten Post gelesen hat, dem möchte ich gleich zuerst mitteilen: Ich habe es nicht geschafft.
Bei Kaufhof gab es 15% auf Schmuck und da musste ich einfach dieses Pandora-Armband kaufen.
Es passt wie für mich gemacht und schmückt seit einigen Tagen mein rechtes Handgelenk.
Momentan ist es noch leer, aber ich befürchte, dass es nicht lange leer bleibt.

Stadtbummel mit Klack
Am Montag hatte ich wieder sehr früh einen Termin bei meinem Psychologen und weil ich eine Woche Urlaub habe, ging ich komplett als Frau hin (das Büro danach entfiel ja).
Ich habe ganz schön geschwitzt, als ich zum ersten Mal am hellichten Tag komplett gestylt, in meinem Chelseas mit ordentlichen Absätzen durch die Stadt gestöckelt bin.
Soweit ich es beurteilen konnte, bin ich auch nicht sonderlich aufgefallen. Mir kam es aber so vor, als hätte ich die lautesten Absätze der ganzen Stadt und alle würden gucken, wer denn da so fürchterlich klackert.
Nach dem Termin hatte ich mich wieder etwas abgekühlt und stöckelte in einem Anfall von Wagemut einmal quer durch die ganze Innenstadt. Gut - ich musste zwei Kaffeepausen einlegen, weil ich so früh ohne Kaffee mit oder ohne Absätze nicht in Gang komme.
Weil dieser Wagemut anhielt und ich als Frau unterwegs war, habe ich für mich auch gleich das Toiletten-Problem besiegt.
Keiner hat mich dumm angeguckt, oder abfällige Bemerkungen gemacht, das Wetter war toll und es wurde ein total glücklicher Spaziergang für mich.
Ich hätte ewig so weiterlaufen können, wenn mir die Füße nicht so fürchterlich wehgetan hätten (ich bin solche Absätze halt doch noch nicht gewöhnt).
Erschöpft aber glücklich daheim angekommen, habe ich dann zuerst meine Füße gepflegt (ich hatte noch drei Tage lang Muskelkater in den Füßen, dass soll mir mal jemand nachmachen - ein äußerst merkwürdiges Gefühl).

Outing mit Hindernissen
Eigentlich wollte ich mich ja diese Woche bei einer lieben Kollegin outen und hatte mich dazu mit ihr zum Kaffee verabredet. Es ergab sich aber anders und ein langjähriger Kollege kam mit zum Kaffeetrinken. Das war mir dann doch zu heikel. Verschoben ist aber nicht aufgehoben.

Weil ich mir kleine Ziele stecke, um sie auch einzuhalten, habe ich mich dann spontan mit einem langjährigen Freund verabredet.
Weil ich an ihm besonders seine Intelligenz und Verschwiegenheit schätze, wurde ich auch nicht enttäuscht und so hat Birgit wieder einen neuen Freund gewonnen.
Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch (wie übrigens bei jedem Treffen) und ich freue mich auf viele  weitere und bin froh, dass ich akzeptiert werde und die Möglichkeit dazu habe.

Solche Momente machen mich immer sehr glücklich.
Mein Urlaub und mein Kaffee neigen sich dem Ende zu und deshalb verlasse ich jetzt meinen Lieblings-Starbucks, in dem es heute brummt wie in einem Bienenstock.

Ach! St. Patricks war ja auch! Darüber schreibe ich das nächste Mal.

Tschüss

Birgit

Samstag, 12. März 2016

Das geschmückte zweite Outing

Wie unterschiedlich die Menschen doch sind...

Es ist wirklich erstaunlich mitzuerleben, wie verschiedene Menschen auf die gleiche Veränderung reagieren. Das soll keine Wertung sein, sondern nur eine Feststellung.

Nach meinem ersten Outing letzte Woche, habe ich mich nun bei einer Arbeitskollegin getraut.
Wir arbeiten schon zehn Jahre zusammen und haben auch privat ein freundschaftliches Verhältnis.

Wir haben uns also in einem gemütlichen Lokal getroffen, wo die Tische nicht zu nahe beieinander stehen und nach dem Essen habe ich ihr zuerst erklärt, warum ich in der letzten Zeit oft erst später ins Büro komme. Danach habe ich ihr dann erklärt, warum ich einen Psychotherpeuten und einen Psychologen aufsuche.

Sie hat sehr lieb und verständnisvoll reagiert und ich durfte das Glücksgefühl ausleben, sie als Freundin zu behalten.
Im Gegensatz zu meinem ersten Outing hatte sie aber auch einen ganzen Blumenstrauß unterschiedliche Fragen. In den nächsten Stunden habe ich mich dann bemüht, diese Fragen so gut wie möglich zu beantworten.
Es war ein überaus ehrlicher, sehr schöner Abend.

Heute Abend hätte ich wohl die Gelegenheit für ein drittes Outing, aber ich fühle, dass es mich trotz der positiven Erlebnisse psychisch und emotional sehr anstrengt.
Outing wie am Fließband mag auch seine Vorteile haben. Aber ich versuche auch immer, den Menschen die mir wichtig sind gerecht zu werden und Ihnen Erklärungen auf ihre Fragen zu liefern.
Ich weiß, dass ich mich eigentlich nicht erklären muss, aber ich persönlich finde, dass einige Menschen durchaus eine Erklärung verdient haben.

Ein Ring sie zu finden? zu binden?

Da es in meinem privaten Umfeld genau sechs Personen(gruppen) gibt, bei denen ich mich persönlich outen möchte, belohne ich mich bei jedem erfolgreichen Outing mit einem schlichten, dünnen Silberring.
Der ist aber nicht zum Finden oder Binden gedacht, ich kann es gar nicht genau erklären - aber die Ringe sind momentan für mich wichtig. Sie erinnern mich an Positives und daran, was ich bereits geschafft habe.
Irgendwann werden sie wohl in einem meiner Schmuckkästchen verschwinden - wenn ich auf meinem Weg weitergegangen bin.

Die Büchse der Pandora ...

... habe ich heute aufgemacht. Ich war nämlich in einer Schmuckabteilung, um den besagten Ring zu kaufen und da fiel mir der aktuelle Pandora-Katalog in die Hände... ich hätte ihn wirklich zulassen und vorallem dortlassen sollen.
Jetzt bin ich pandoramäßig komplett entflammt. Das fing schon mit dem Armband einer Freundin an, mit der ich heute gefrühstückt habe. Ich weiß, die Armbänder sind nichts Neues - aber ich habe ja auch wirklich viel Nachholbedarf.

Lektüre zum Kaffee

Gleich nach diesem Post werde ich mich neben meinem Kaffee diesem Katalog widmen und hoffentlich habe ich genug Selbstbeherrschung, um danach einen großen Bogen um alle Nürnberger Juweliere zu machen und nach Hause zu gehen.

Grüße aus meinem Lieblings-Starbucks, heute zum ersten Mal komplett entspannt inklusive neuem Mascara.

Birgit

Montag, 29. Februar 2016

Chelsea Boots

Nach einigen Jahren...

... haben mich meine heiß geliebten Chelsea-Boots von Dr. Martens im Stich gelassen.
Ich hatte sie doch tatsächlich irgendwie kaputt gelaufen.

Ich brauche Ersatz...

Ich habe zwar viele Schuhe, vermisse meine Lieblings-Chelseas aber doch ziemlich.
Deshalb habe ich zuerst die Nürnberger Schuhgeschäfte nach ähnlichen Schuhen abgeklappert.
Die gleichen Schuhe sollten es aber nicht sein, weil ich doch etwas Abwechslung haben wollte.

Leider hab ich auf meiner Shopping-Tour kein passendes Paar gefunden und es gab nur einen guten Kaffee.
Kaum wieder daheim habe ich natürlich das Internet durchstöbert und nach einiger Zeit auch ein hübsches Paar Schuhe gefunden. Schwarze Chelseas von Bullboxer (und sie waren auch noch runtergesetzt). Da musste ich einfach zuschlagen.

Obwohl ich relativ kleine Füße habe und die Schuhe extra eine Nummer größer bestellt habe, waren sie mir doch viel zu klein.
Das kann ich einfach nicht verstehen. Da gibt es unzählige Größentabellen - für die EU für die USA et. und dann "fallen die Schuhe einfach kleiner aus".
Was ist das eigentlich? Autotüren, Fenster usw. usw. "fallen doch auch nicht kleiner aus".
Das ist einfach schlichtweg Pfusch!

Das hat mich schon geärgert. Aber das war nicht zu ändern - die schönen, schwarzen Bullboxer und ich mussten wieder getrennte Wege gehen.

Ersatz für den Ersatz...

Also wieder ab ins Internet - fleißig weitersuchen.

Nach einigen Tagen hatte ich dann ein neues Traumpaar gefunden. Ich wollte zwar eigentlich schwarze Chelseas, aber in meiner Größe gab es die nur noch in rot.
Also "Back to the roots" und ich habe die alten roten Chelseas durch neue rote Chelseas ersetzt.
Diesmal sind sie aber von Camel. Das Modell heißt Taiga 72. Ob sie nun aus oder für die Taiga sind weiß ich leider nicht, von 1972 scheinen sie auch nicht zu sein... Tadaa!



Hoffentlich passen die jetzt. Ich hab nochmal eine halbe Größe draufgelegt.
Ich kann ja schlecht Ersatz für den Ersatz des Ersatzes bestellen oder?

Jetzt muss ich aber aufhören - ich muss noch meine Nägel machen.

Bis bald.

Birgit

Samstag, 6. Februar 2016

Ein Urlaubstag in Nürnberg

Letzte Woche hatte ich meinen ersten Urlaubstag in diesem Jahr - Juhu!
Deshalb bin ich auch ganz früh aufgestanden, mit der U2 zum Rathenauplatz gefahren und habe dort damit begonnen, die Stadt unsicher zu machen.

Was mir als erstes aufgefallen ist... 8.00 Uhr ist zu früh. Da laufe ich voller Tatendrang die Straße entlang und drücke mir die Nase an den Schaufenstern platt, aber es hat noch nichts geöffnet.
Auch kein Problem, erledige ich eben zuerst meinen Behördengang.
Ich war dann auch prompt die Erste. Schnell rein - Unterlagen einreichen - wieder raus und erledigt.

Danach gemütlich in Richtung Hauptmarkt zu Starbucks geschlendert und einen richtig großen Kaffee mit einem klitzekleinen, kalorienarmen Stück Marmorkuchen bestellt - Prust!

Der Tag war grau und es waren wenig Gäste da. Gegen Neun kamen die ersten Studenten, klappten ihre Notebooks auf und begannen wie wild zu Tippen und zu Telefonieren.
Das trübte die Herrlichkeit dieses stillen Morgens doch ein wenig. Aber es war auch interessant anzuschauen. Hätte es während meiner Schulzeit oder Ausbildung etwas Ähnliches gegeben, hätte ich es wohl genauso gemacht.

Am späten Vormittag hatte ich dann einen Termin für mein mittlerweile viertes Tattoo.
Ich kann mir nicht helfen, ich finde diese Hautkunst einfach interessant und schön. Das ist ja wie alles Geschmackssache. Mich fasziniert das schon seit vielen Jahren. Deshalb tauche ich alle paar Jahre bei einem Tätowierer (oder wie jetzt bei einer Tätowiererin) auf um mir Motive stechen zu lassen, die mir gut gefallen.

Super! Neben meinem Uhren-, Schmuck-, Schuh-, und Taschentick habe ich jetzt beinahe auch noch einen Tattoo-Tick. Beinahe nur deshalb, weil die Motivauswahl bei mir immer Jahre dauert. Haut ist schließlich kostbar.
Ich gab ihr im vergangenen Oktober eine Mappe mit meinen Vorstellungen, wir machten den Termin für Februar und sie zauberte ein wirklich bombastisches Design, das mir nie eingefallen wäre. Die Ausführung und die Farben hat sie dann fast noch besser getroffen - ich hab das Studio ziemlich begeistert verlassen.

Der Nachmittag war noch jung und deshalb blieb noch genug Zeit zum Shoppen.
Weil ich mich nicht zwischen drei Schals entscheiden konnte, musste ich eben drei nehmen - schließlich waren sie reduziert!

Es wurde Abend und da ich hungrig und durstig war, machte ich einen Abstecher in meine Lieblingsbar um eine Kleinigkeit zu Essen und zu trinken. Die Weißgerbergasse ist immer wieder einen Besuch wert.
Als ich da so saß, merkte ich wie müde ich war. Tattoos und Shopping ist anstrengend.
Weil ich aber noch Kinokarten brauchte (und ein kleiner Spaziergang nach dem Abendessen nicht schaden kann) folgte noch eine Altstadt-Durchquerung von West nach Ost zum Cinecitta´.

Nach dem ganzen Hype muss ich jetzt endlich auch mal den neuen Star Wars sehen. Schließlich bin ich schon seit 1977 Fan (und mein Umfeld darf endlich wieder über den Film sprechen).
Wird bestimmt entspannend, nachdem mich "The Danish Girl" aus naheliegenden Gründen doch etwas mitgenommen hat. Nach dem Film hab ich auch das Buch gelesen und etwas im Internet recherchiert. Aber das gehört in einen neuen Post und mein Kaffee ist alle.

Möge die Macht mit euch sein.

Birgit

Freitag, 20. Dezember 2013

Tschakka! und TransFleur

Tschakka!
Nach meinen Erfahrungen diese Woche (zwischen den Stühlen - für eine Seite entscheiden...) hab ich mich heute nach längerem Nachdenken für einen Juwelier meines Vertrauens entschieden und mir nach 20 Jahren mein zweites Ohrloch stechen lassen.

Jetzt kann ich endlich die tollen Ohrringe tragen, die ich mir schon so lange gewünscht habe.
Ich weiß, so kurz vor Weihnachten ist das wohl keine so gute Idee, aber die nette Mitarbeiterin des Juweliers hat trotz Christkindles-Touristen-Ausnahmezustand eine kleine Ausnahme für mich gemacht (wohl weil ich so unvollständig aussah ;-)).
Also flugs einen schönen Stecker ausgesucht und nach einem kurzen "Tschakka" ist nun alles in Ordnung und ich fühle mich wieder ein kleines bisschen besser.

Nach einem kleinen vorweihnachtlichen Shopping habe ich ein bescheidenes Plätzchen in meinem Lieblings-Starbucks ergattert und klimpere jetzt meine Zeilen ins iPad.

TransFleur
Seit kurzer Zeit gibt es einen neuen Kanal auf YouTube TransFleur, den eine nette Hamburgin ins Leben gerufen hat. Dort können sich Transfrauen mit einem kurzen Video vorstellen und in zeitlichen Abständen auch mit einem kurzen Video zu einem vorher abgestimmten Thema Stellung nehmen. Derzeit steht das Thema "Outing" auf dem Programm.

Ich finde das Projekt sehr interessant, weil sich bisher die unterschiedlichsten Menschen aus Deutschland und Österreich beteiligt haben, weil die Themen und Beiträge aktuell und informativ sind und weil jedes bisschen hilft, um für uns Akzeptanz zu schaffen.

Mit der Erwähnung in meinem Blog will ich den Kanal unterstützen, selbst teilnehmen möchte ich aber noch nicht, weil ich mich ja noch nicht geoutet habe.

So jetzt brummt es hier langsam wie in einem Bienenstock, weil die kaffeedurstigen Touristen nun doch überhand nehmen. Außerdem neigt sich meine grosse Tasse Christmas Blend nun langsam dem Ende zu und ich mache mich auf den Heimweg.

LG Birgit


Donnerstag, 28. März 2013

Jeans - Der Unterschied

So, mein erster Post, den ich mit dem Smartphone schreibe. Mal abgesehen davon, dass ich mir meine Fingernägel abbrechen, gibt es leider auch keinerlei Möglichkeiten zur Textformatierung bei der App.

Nachdem ich mir schon einige Damen-Jeans online bestellt hatte, aber mit keiner wirklich zufrieden war, hab ich mich endlich getraut und mir eine im Laden gekauft.

Als Mann bin ich ja immer in den Laden reinmarschiert. Marke wie immer, Größe wie immer. Keine Zeit mit Anprobe verschwenden, Zahlen, fertig raus. Thema erledigt.

Warum Frauen immer so ein Drama um ihre Jeans machen konnte ich bis heute nie nachvollziehen.
Aber jetzt weiß ich warum!

Gut ausgesuchte Damen-Jeans sitzen wunderbar und fühlen sich noch besser an.
Ich bin vollauf begeistert.
Ab heute trage ich nur noch solche Jeans...