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Freitag, 29. Dezember 2017

Hormonschwankungen

Unterhormonisiert?
Langsam wird mir klar, wie sich Frauen in den Wechseljahren fühlen müssen.
Nach über einem Jahr Hormonersatztherapie darf ich nun als Vorbereitung auf die OP keine Hormone mehr nehmen.
Obwohl mir vollkommen klar ist, dass es notwendig und richtig ist, fühle ich mich dabei physisch und psychisch nicht wirklich wohl.

Zum einen leide ich plötzlich entweder unter Hitzewallungen oder kalten Händen und Füßen und zum anderen bekomme ich langsam Stimmungsschwankungen.
Ich muss wirklich achtgeben, wie ich mich verhalte und was ich sage. Ich merke, wie mich der wohl langsam wieder ansteigende Testosteronspiegel zunehmend aggressiver werden lässt. Hoffentlich tue ich niemand unrecht - mein Umfeld tut mir jetzt schon leid.

Vorher kannte ich es ja nicht anders und es änderte sich eher langsam und schleichend. Aber nun, wo ich anderes kennen und lieben gelernt habe, stört es mich doch gewaltig, weil es eigentlich nicht zu meinem Wesen passt und ich auf keinen Fall zurück will.
Ich bin wirklich froh, wenn das nach der OP endlich vorbei ist.

Deshalb:
Stay calm and - Einen guten Rutsch ins neue Jahr.

(Heute aus einem Bürokomplex geschrieben :o))

Birgit.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Hormonersatztherapie: 2,5 Monate

Gestern hatte ich nach knapp zweieinhalb Monaten meinen ersten Kontrolltermin in der Frauenklinik der Universität Erlangen.

Vorweg will ich noch schnell schreiben, dass dies nun nicht der Beginn eines Hormontagebuches ist.
Die ganze HRT ist ja etwas sehr individuelles und ich will nur kurz von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten.

Meine Hormonersatztherapie dauert nun schon zweieinhalb Monate und in einigen Punkten zeigen sich schon kleine Veränderungen:

1. KKK-Kalt
Mir ist öfter kalt und ich friere auch schneller. Das kann man natürlich positiv oder negativ sehen. Nach einer halben Stunde Warten auf die S-Bahn brauche ich unbedingt etwas Warmes zu trinken. Außerdem gibt es ja so kuschelige Sachen, die ich jetzt tragen kann ohne darin vor Hitze umzukommen...

2. Müüüüde
Manchmal bin ich Abends einfach furchtbar müde und an einigen Tagen würde ich ohne Wecker wohl bis 12 Uhr Mittags durchschlafen. Der Körper bekommt wohl so eine Art Anti-Doping und die zweite Pubertät benötigt doch einige Energie.
Nach einiger Zeit hatte ich mich jedoch daran gewöhnt und kann mich darauf einstellen. Finde ich nicht weiter schlimm.

3. Obenrum?
Ja für die Brustfee bin ich mit Ü40 schon etwas spät dran. Aber trotzdem habe ich schon etwas Brust bekommen, so dass auch mich nach der eher kurzen Zeitspanne nicht beklagen kann.
Als Fränkin sage ich dazu im Moment: Bassdscho (passt schon).

4. Untenrum?
Das ist vielleicht ebenfalls interessant aber - kein Kommentar...

5. Überhaupt?
Ich merke schon, dass alles etwas weicher wird und die Muskulatur nachlässt. Aber das ist ja auch ok.
Welche Frau will denn schon muskulös, hager und drahtig daherkommen? Ich jedenfalls nicht mehr. Noch ein Bassdscho.

6. Gefühl?
Das Gefühl ist das Beste von Allem. Einfach unbeschreiblich. Ich kann nicht sagen, dass ich depressiv werde, oder ständig in Tränen ausbreche, aber es fühlt sich einfach anders und gleichzeitig so toll an.
Ein doppeltes Bassdscho!

Wie es weitergeht
Weil alles so gut läuft und weil ich mich auch gut fühle, haben wir gestern die Dosierung ein klein wenig erhöht und Gucken in drei Monaten nochmal, was sich getan hat.

Die Ärztinnen und Pflegerinnen in Erlangen waren wieder sehr nett und man fühlt sich gut aufgehoben (außerdem sind sie Meisterinnen im Blutabnehmen - klappt immer - piekt kaum - Bassdscho!)

Heute mal wieder aus einem ziemlich unweihnachtlichen Starbucks.

Bis bald.

Birgit